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Abnehmen durchs Laufen: Interview mit dem Koch Hannes Steensbeck

„Ich laufe, weil ich gerne esse!“ – Küchenchef Hannes Steensbeck im Interview

Hannes Steensbeck ist 43 Jahre alt und ein leidenschaftlicher Marathonläufer und Virtual Runner der ersten Stunde. Von seinem Lauftalent ahnte er allerdings jahrzehntelang nichts. Schließlich hatte er bereits zwei andere Leidenschaften: kochen und essen. Mit unangenehmen Folgen – die Waage zeigte von Monat zu Monat etwas mehr. Wie es ihm gelang, 40 kg abzunehmen und was ihn bis heute beim Laufen motiviert, erzählt er uns im Interview.

Du bist ein leidenschaftlicher Esser – wie man auch an deinem Beruf sehen kann ...

Ja, ich bin Küchenchef. Ich habe früher schon gern gekocht und irgendwann einfach mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, dass man Menschen mit gutem Essen glücklich machen kann. Als ich allerdings auf der Meisterschule war, fing die Sache mit dem Gewicht an. Ich habe mich wenig bewegt, fast nur noch gesessen und deshalb ganz schön zugelegt. Als ich 39 war, wog ich ungefähr 120 kg. Für mich war das aber gar nicht so tragisch, wenn die Hosen kneiften, hab ich eben neue gekauft.

Wie kamst du dann ausgerechnet auf die Idee, einen Marathon zu laufen?

Ein bisschen verrückt ist das schon. Ich war nie besonders sportlich, aber ich habe viele Bekannte und auch Leute in der Familie, die schon mal Marathon gelaufen sind. Für mich war das unvorstellbar und ich hatte unglaublichen Respekt vor so einer Leistung. Ich wollte das auch hinkriegen – einmal im Leben einen Marathon laufen. Der vierzigste Geburtstag war für mich ein guter Termin, bis dahin wollte ich es geschafft haben. Und dann hab ich mich in einer Bierlaune einfach für den Marathon in Hamburg angemeldet.

Wie bist du dann vorgegangen?

Ich hab mir ein gutes Laufbuch gekauft und habe dann angefangen, nach Trainingsplan zu trainieren.

Kannst du dich noch an deinen allerersten Lauf erinnern?

Das darf man gar nicht laut sagen: Ich bin gleich 10 Kilometer gelaufen. Ich war total ehrgeizig und dachte: Das muss doch gehen! Es war tierisch anstrengend, am Ende habe ich über anderthalb Stunden gebraucht. Aber dann wollte ich bei jedem Lauf eine Minute schneller werden.

Und das hat geklappt?

Ja, erstaunlich gut. Ich hab schnell gemerkt, dass mir das Laufen gut tut. Draußen sein, den Kopf frei kriegen – wunderbar. Und dann purzelten die Pfunde, ganz automatisch. Das war ein Hammer. Ich hab mich dann für meinen ersten Halbmarathon angemeldet und hab ihn in 1:59 geschafft. Da hab ich Blut geleckt und an immer mehr Wettkämpfen teilgenommen. Meinen ersten Marathon habe ich dann in 4:18 gefinisht.

Virtuell laufen - Hannes Steensbeck - Marathon laufen

Das sollte ja eigentlich der einzige in deinem Leben sein ...

Daraus ist wohl nichts geworden ... Ich bin einfach im Training geblieben. Als ich das erste mal unter 100 kg Gewicht hatte – das war ein so toller Erfolg, dass ich einfach weiter machen musste. Damit fielen dann auch die 90 kg. Und so bin ich in drei Jahren 14 Marathons gelaufen.

Respekt! Was macht das Marathon-Laufen für dich so besonders?

Man geht einfach an seine Grenzen. Und wenn ich ins Ziel komme, bin ich voller Glückshormone und dann weiß ich, warum ich das alles gemacht habe. Es ist jedes Mal ein ganz unglaublicher Moment.

Und wie ist es heute? Wie hat die Corona-Zeit deine Laufgewohnheiten verändert?

Von Anfang an laufe ich eigentlich sieben Tage in der Woche. Das hat für mich jetzt noch mehr Bedeutung bekommen. Das Laufen gehört ja zu den wenigen Dingen, die einfach verlässlich sind. Als ich weniger arbeiten konnte, hatte ich noch mehr Zeit zu laufen. Ich habe dabei immer gute Ideen, höre die Vögel zwitschern und das tut mir einfach gut.

Aber die Lauf-Events haben mir sehr gefehlt. Ich liebe einfach Wettkämpfe, Platzierungen, Medaillen und all das. Es gibt inzwischen ein paar wenige kleine Läufe mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl, aber ich bin froh, dass ich die Virtual Runners gefunden habe.

Was gefällt dir an Virtual Runners?

Es ist eine große Community – da ist alles dabei, vom Anfänger bis zum erfahrenen Marathonläufer. Aber im Prinzip sind alle gleich, alle eint der Spaß am Laufen, alle drücken sich gegenseitig die Daumen, gratulieren sich zu ihrem Erfolg.

Es gibt echte Medaillen und originelle T-Shirts und es ist immer eine Challenge dabei. Ich kann bei den virtuellen Läufen meine Wettkampfleidenschaft wunderbar ausleben.

Was würdest du anderen raten, die vielleicht auch ein paar Kilos zu viel haben und sich nicht an große Ziele herantrauen?

Ich bin das beste Beispiel dafür, dass man es schaffen kann. „Ich laufe, weil ich gerne esse“, das steht immer noch auf meinem liebsten Laufshirt. Ich stehe zu mir und zu meinen Leidenschaften. Es ist tatsächlich eine Kopfsache, man muss einfach daran glauben, dass es möglich ist. Sag dir:

„Jawoll, ich schaff das!“

Und dann arbeite dich Schritt für Schritt vorwärts. Bei mir hat es ja auch ein Jahr gedauert, bis ich fit war und einen Marathon in Angriff nehmen konnte. Es muss ja auch gar kein Marathon sein, auch kürzere Strecken können ein Riesenerfolg sein. Trau dich!

 

Viele Dank an Hannes und seinen inspirierenden Beitrag in "Abnehmen durchs Laufen: Interview mit dem Koch Hannes Steensbeck". Wir freuen uns, dich in den nächsten Läufen als unseren Laufbotschafter mit dabei zu haben!

Helping Hands Challenge - Virtual Runners Marathon 2021

 

1 Kommentar

  • Hallo liebe VirtualRunners Familie. Vielen Dank für den tollen Bericht 👍👍👍 das spornt mich zu noch mehr Leistung an und hoffe das ich eingen ein guter Motivator sein kann. Gruß Hannes

    Hannes Steensbeck

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