Berauschender Hormoncocktail: Die Jagd nach dem Runner’s High

Ein Glücksgefühl, dass deinen Lauf beflügelt und dir das Gefühl gibt noch 100km weiterlaufen zu können ohne anhalten zu müssen. Ein Hochgefühl, dass dich deine Umgebung und alle ziependen Stellen vergessen lässt, als wären sie niemals da gewesen. Wenn dir dieser Zustand bekannt vorkommt, hast du dich vermutlich während deiner Trainingseinheit in ein sagenumwobenes Runner’s High gelaufen. Doch was genau hat es mit dem Läuferhoch auf sich und kann man es heraufbeschwören? Finden wir es heraus! 

Was ist das Runner’s High ?

Das sog. „Runner’s High“, oder Läuferhoch beschreibt einen euphorischen emotionalen Zustand des Läufers, während und kurz nach einem Training. In den meisten Fällen tritt dieser rauschartige Zustand, der mit einem geringeren Schmerzempfinden einhergeht, bei intensiven Etappen oder bei Läufen auf, die über eine Stunde andauern. Oft tritt es auf, nachdem man eine persönliche Schmerzgrenze überwunden hat und verursacht das Gefühl noch ewig weiterlaufen zu können, da die Beine die Arbeit plötzlich wie von selbst erledigen.

Wie entsteht das Runner’s High ?

Forscher gehen davon aus, dass das Glückshormon Endorphin ein möglicher Auslöser ist. Allerdings zeigen neuere Versuchsergebnisse, dass auch die Ausschüttung anderer körpereigener Substanzen, wie Endocannabinoide der Grund sein können. Die Ausschüttung dieser Stoffe reduzieren unter anderem das Schmerzempfinden und steigern die Glücksgefühle. Was allerdings feststeht: Der Körper mixt sich seinen eigenen berauschenden Hormoncocktail.

 

Kann sich jeder in diesen Zustand versetzen? 

Wie so vieles im Sport und im Leben, hängt vieles vom individuellen Organismus eines jeden Menschen ab. Während einige schnell und häufig auf der Welle des Hochgefühls reiten, herrscht bei anderen Ebbe. Die Erklärung hierfür ist, dass die Konzentration und Ausschüttung der Hormone von Mensch zu Mensch variiert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine höhere Konzentration im Körper die Wahrscheinlichkeit steigen lässt, den heißbegehrten Zustand zu erreichen.  

Tipps, wie du das Runner’s High heraufbeschwören kannst

Es gibt keine Garantie dafür, dass du dich „auf Kommando“ in diesen Zustand versetzen kannst. Allerdings gibt es natürlich einige Tricks, die ein Runner’s High heraufbeschwören können. 

1. Geh an dein Limit

Um das Läuferhoch zu erreichen, musst du deine Komfortzone verlassen. Wenn du merkst, dass deine Beine langsam schwer werden, versuche das Gefühl rauszulaufen und weiterzumachen. Am besten eignet sich dafür ein langer Lauf, natürlich individuell an deinen gesundheitlichen Zustand und deinen aktuellen Trainingsstand angepasst. 

2. Intervalltraining

Wenn du längere Läufe vermeiden möchtest, kannst du es auch mit einem anspruchsvollen Intervalltraining probieren. Wechsle hierbei zwischen langsamen und sehr schnellen Einheiten, die dich herausfordern. 

3. Laufroute

Die Chance auf ein Läuferhoch stehen in der Natur besser als auf dem Laufband oder in der Stadt, wo dein Laufrhythmus durch andere Verkehrsteilnehmer und Ampeln unterbrochen werden kann. Auf einem Feldweg, im Wald oder am Wasser hast du weniger Faktoren, auf die du dich konzentrieren musst, kannst besser abschalten und dich von deinem Laufrhythmus tragen lassen, bis du in deinen Flow kommst. 

4. Playlist

Musik kann dein Lauftraining beeinflussen, ohne dass du es auf Anhieb wahrnimmst. Hörst du ruhigere und langsamere Songs, wird sich dein Tempo dem Takt anpassen. Gleiches gilt für schnellere und lautere Lieder, die dein Tempo pushen werden.

5. Geduld

Wenn du nicht gleich beim ersten Versuch in ein Runner’s High versetzt wirst, versuche es beim nächsten Mal einfach wieder. Auch wenn ein Lauf nicht optimal startet, gibt nicht auf, sondern versuche herauszufinden ob tatsächlich dein Körper nicht mehr kann, oder ob es dein Kopf ist, der nicht mehr will. Versuche mental stark zu bleiben und weiterzulaufen. Manchmal braucht der Körper einfach eine längere Aufwärmphase, bis alles rund läuft. 

Wichtig ist dabei allerdings, dass du dieses Gefühl niemals auf Kosten deiner körperlichen Gesundheit erzwingst. Gerade Einsteiger überfordern sich oft, ohne es zu merken und steigern somit die Verletzungsgefahr oder werden, bei einem Ausbleiben des Läuferhochs sogar demotiviert. Du solltest niemals an deinen Fähigkeiten zweifeln, oder die Signale deines Körpers missachten. Denn auch ohne ein ultimatives Runner’s High, steigen deine Glücksgefühle und dein Wohlbefinden nach einer gelungenen Laufeinheit. Je entspannter du dein Training angehst, desto weniger verkrampfen dein Körper und dein Kopf. Und wer weiß, vielleicht läufst du dich so ganz unerwartet doch noch in dein Runner’s High.

 

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Bild 1: Pixabay via pexels
Bild 2: Cam Adams via unsplash
Bild 3: Filip Mroz via unsplash

1 Kommentar

  • ich weiss nicht, wann werde ich im Starten laufen und habe ich Startnummer 88832 und gib mich wann und wieviel km…, danke

    Claudia Reichelt-Vollmer

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