Das große Exklusiv-Interview mit unserem Laufbotschafter Jaan Bathe

Von 0 auf 100 innerhalb eines Jahres: 2020 hat er sich das erste Paar Laufschuhe gekauft, heute läuft er täglich- die Geschichte von Ambassador Jaan Bathe

Als Rettungssanitäter arbeitet Jaan Bathe im 12-Stunden Schichtdienst, er engagiert sich ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr, ist Ehemann, Vater von zwei kleinen Söhnen und innerhalb eines Jahres hat der 39jährige seine Einstellung zum Laufsport um 180 Grad gewendet. Die Geschichte unseres Ambassadors Jaan inspiriert und motiviert gleichermaßen:

VR: Dein Alltag ist mit deinem Beruf, Ehrenamt und Familienleben ja doch recht voll. Läufst du schon immer als Ausgleich, oder gab es ein Schlüsselerlebnis?

Jaan: Das war echt spooky. Wir sind zu einem Notfall im dritten Stock eines Hauses gerufen worden. Mein Kollege hatte den Notfallrucksack dabei und ich das 17kg schwere EKG, plus Sauerstofftasche. Ab der Hälfte dachte ich mir: „Boah Bahte, das schaffste nicht.“ Damals habe ich ca. 118kg gewogen, war auch wirklich überhaupt nicht sportlich und einfach fix und alle. Da habe ich mir gedacht, das kann so nicht weitergehen. Daraufhin haben meine Frau und ich unsere Ernährung umgestellt und ich bin zusätzlich abends ins Fitnessstudio.

VR: Das heißt, du warst davor auch nie läuferisch tätig?

Jaan: Nein, ich war nie so der Läufer, ich habe das immer gehasst. In der Schule, bei der Bundeswehr, Laufen war überhaupt nicht meins. Im Studio war ich jeden Abend auf dem Rad, daneben stand aber ein Laufband und da habe ich mir eines nachts gedacht, komm es ist eh keiner da, probierste das mal aus. Ich bin 1,3km gelaufen und war stolz, wie Bolle, dass ich das irgendwie geschafft habe. Am nächsten Tag wollte ich dann 2 km schaffen. Durch einen Zufall bin ich zu der Zeit im Internet auch auf VirtualRunners gestoßen, da stand gerade der New York Marathon an. Ich habe mich kurzentschlossen für 5km angemeldet, die ich dann auf dem Laufband absolviert habe. So hat das alles angefangen.

VR: Wie ging die Reise dann weiter?

Jaan:  Die Fitnessstudios haben 2020 relativ bald zugemacht. Da meinte meine Frau zu mir, dass ich doch einfach draußen laufen soll. Damals hatte ich noch keine Laufschuhe, sondern nur ganz normalen Sneaker, mit denen ich dann draußen rumgewetzt bin. Nach 5km haben mir die Beine wehgetan, weshalb eine Freundin meiner Frau, die Physiotherapeutin ist, mir empfohlen hat, dass ich zur Laufanalyse gehen und mir richtige Laufschuhe kaufen soll, weil das besser für den Körper ist, wenn ich das regelmäßig machen möchte. Gesagt getan, drei Tage später habe ich im Laufladen in Schuhe investiert und laufe seitdem jeden Tag.

VR: Wow, jeden Tag? In welchem Zeitrahmen hat sich das denn alles so entwickelt?

Jaan: In etwa einem Jahr. Zum nächsten New York Marathon, laufe ich genau ein Jahr. Ich habe mir damals zum Ziel gesetzt, 2021 meinen ersten Halbmarathon und 2022 meinen ersten Marathon zu laufen. Den Halbmarathon habe ich dann aber schon 2020 zum Pharao-Lauf absolviert und mich fast ein bisschen geärgert, weil das mit der Kilometerzahl von 21km 2021 so gut gepasst hätte. Dann habe ich aber einfach beschlossen, mich 2021 für meinen ersten Marathon anzumelden, der hoffentlich im Oktober stattfinden wird.

VR: Was hat dich denn motiviert so konsequent dranzubleiben? Du hast deine Ziele ja nicht nur fokussiert, sondern sogar ein Jahr früher erreicht als ursprünglich geplant.

Jaan: Neben dem Gewichtsverlust durch die Ernährung und Bewegung und dass ich mich körperlich fitter und besser gefühlt habe, waren auch die Medaillen von VirtualRunners ein großer Faktor, der mich gezogen hat. Das motiviert einen schon, wenn man mit der Ankunft der Medaille bestätigt bekommt, dass man es gepackt hat. Mittlerweile laufe ich jeden Sonntag einen Halbmarathon von VirtualRunners und wochentags mindestens 5 km.

 

 

VR: Läufst du bei dem Pensum nach einem Plan oder hast du eine Trainingsroutine?

Jaan: Ich laufe überhaupt nicht nach Plan. Ich habe mir ein Paar Bücher gekauft, um mich einzulesen, aber ich mache das eher wie Joey Kelly, ich lauf einfach drauf los. Mein Körper sagt mir dann schon, wenn es zu viel ist. Wenn man lernt auf seinen Körper zu hören, dann funktioniert das mit dem intuitiven Laufen, für mich jedenfalls, sehr gut.

VR: Ist Laufen für dich dann wie eine Art Ausgleich?

Jaan: Ja, es ist tatsächlich Entspannung, aber auch irgendwie eine Droge. Mein Arzt sagt, dass Laufen die gesündeste Droge ist, die man haben kann. Und ich merke auch, man braucht das nach einer Weile, gerade nach einem stressigen Dienst, um runterzukommen und den Kopf freizumachen, bevor es nach Hause geht.

VR: Brauchst du dann totale Stille beim Laufen, um runterzukommen

Jaan:  Anfangs bin ich oft mit Hardcore Techno gelaufen, auch um die Geschwindigkeit zu pushen, aber mittlerweile laufe ich auch mal ohne Hintergrundgeräusche und längere Strecken mit Podcast, einfach um mich beschallen zu lassen.

VR: Wie siehst du dich in deiner Rolle als Ambassador?

Jaan: Ich versuche einfach andere zum Laufen zu motivieren und bei VirtualRunners zu laufen. Wir sind ein cooler und unkomplizierter Anbieter, der durch die Medaillen und den Austausch zusätzlich pusht. Gerade bei den Ambassador Challenges gibt man natürlich extra Gas, aber freut sich dann auch für Teilnehmer*innen, die die Zeit erreichen oder sogar schlagen.

VR: Du bist ja wirklich von 0 auf 100 gestartet. Hast du einen Tipp für alle, die noch nicht so richtig wissen wie sie anfangen sollen?

Jaan: Ein Tipp ist es eher nicht so, aber ich glaube es hat viel damit zu tun, dass man es sich selbst nicht kaputtmachen darf. Wenn man z.B. eine Distanz an einem Tag langsamer läuft, als an einem anderen und man sich dann darüber ärgert. Die Geschwindigkeit ist egal, Hauptsache du warst draußen und bist gelaufen. Oft steht man mit anderen oder sich selbst in Konkurrenz, aber davon muss man sich lösen. Hauptsache schaffen, wie ist egal. Klar gibt es auch mal Tage, an denen man sich aufraffen muss, aber das sind meistens die Tage, an denen es dann am besten läuft!

VR: Jaan, vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen weiteren Läufen und natürlich auch speziell für deinen ersten Marathon!

Deine VirtualRunners Familie

 

 

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  Bild 1 und 2: Jan Baathe

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