Are you at the right place ?

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Das passiert mit den Spenden des Kenya Lions‘ Run: Exklusives Interview mit Thomas Kratky von run2gether

Seit 35 Jahren arbeitet er in einem großen IT-Unternehmen, seit 21 Jahren läuft er regelmäßig lange Distanzen und seit 11 Jahren ist er mit Leib und Seele ehrenamtlich bei dem gemeinnützige Laufverein run2gether engagiert. Thomas Kratky beweist im wahrsten Sinne des Wortes auf allen Ebenen einen langen Atem! Wir haben mit unserem Laufbotschafter aus Wien über seine Leidenschaft zum Laufen und sein Engagement für Kenia gesprochen. Außerdem erfahrt ihr, wie das Geld, das ihr während des Kenya Lions‘ Run erlaufen habt, verwendet wird!

VR: Du sammelst schon seit einigen Jahren Lauferfahrung. Wie hast du diese Leidenschaft entdeckt?

Thomas Kratky: Ich laufe seit ziemlich genau 21 Jahren. Ich wollte immer schon laufen und habe bei jedem Wien Marathon gesagt: „Den nächsten laufe ich mit!“ Das habe ich 18 Jahre wiederholt, bis ich dann im Mai 2001 wirklich an den Start gegangen bin und es durchgezogen habe. Beim Zieleinlauf habe ich auch gleich gemerkt, dass ich das wieder machen will! Solche Glücksgefühle wie bei einem Marathon hat man sonst nur selten. In Summe bin ich über die Jahre 15 Marathons gelaufen.

VR: Hast du einen Lieblingsmarathon?

Thomas Kratky: Der erste in meiner Heimatstadt Wien, der hat am meisten geprägt und dann kommt schon New York, Platz 3 wären Hamburg und Chicago. Das Flair in New York ist einfach unwahrscheinlich. Das faszinierende ist, dass du vom Start weg ununterbrochen Zuschauer hast. Bis zu 2 Millionen Leute kommen an die Strecke, um die Läufer zu pushen und das spürst du unwahrscheinlich. Da spielen Dixie Bands, Gospelchöre singen, kulturell einfach eine wahnsinnige Vielfalt, die einen über die Strecke trägt.

VR: Sind Marathons noch immer deine Laufmotivation?

Thomas Kratky: Hätte ich damals nicht den Marathon als Ziel gehabt, hätte ich wahrscheinlich nicht so intensiv mit dem Laufen angefangen. Heute ist das ein bisschen anders, ich brauche keinen Marathon mehr, um mich zu motivieren. Ich bin dieses Jahr viele virtuelle Läufe von euch mitgelaufen und laufe insgesamt seit über 500 Tagen am Stück. Als ich ins Home Office bin, wusste ich, dass ich mich bewegen muss und seit Tag eins bin ich jeden Tag im Schnitt knapp über 10km pro Tag gelaufen.

VR: Wie bist du auf VirtualRunners gestoßen?

Thomas Kratky: Über ein Vereinsmitglied von run2gether, das sich für die Ultra Challenge 2021 angemeldet und es auf Facebook gepostet hat. 2000km pro Jahr- da dachte ich das klingt nicht schlecht. Das war ein super Anreiz und die Medaille ist natürlich unwahrscheinlich. Für mich persönlich ist das virtuelle eine lässige Geschichte. Ich kann laufen, wo und wann ich will, und bekomme dafür noch die schönsten Medaillen.

Medaillen sind mir normalerweise nicht so wichtig, aber die sind schon wahnsinnig gut gestaltet.

VR: Du hast gerade schon run2gether erwähnt. Über den Verein engagierst du dich massiv für Kenia. Wie kam es dazu?

Thomas Kratky: Auch das war ein Zufall. Ich bin eigentlich immer allein gelaufen, weil ich unabhängig sein wollte, um meinen Kopf freizubekommen. Durch einen Zufall bin ich aber in der Zeitung auf einen Artikel über die Sommercamps von run2gether gestolpert- laufen mit Kenianern. Ich habe erst gedacht, dass ich als Hobbyläufer da nichts zu suchen habe, aber eine Woche lang mit Top-Athleten aus Kenia zu laufen hat mich schon interessiert. Am Ende habe ich mich überwunden und mich für eine Woche Laufcamp in Österreich angemeldet.

VR: Was kann man sich darunter vorstellen?

Thomas Kratky: Man ist eine Woche in einem Laufcamp in Österreich und verbringt mit kenianischen Läufern den ganzen Tag. Jeder bekommt seinen eigenen Lauftrainer und am Ende der Woche ist man ein richtiges Team. Es wird zusammen trainiert, kenianisch gekocht und gemeinsam gegessen. Neben dem Lauftraining steht der kulturelle Austausch im Vordergrund. Außerdem versuchen wir die kenianischen Läufer in Europa zu möglichst vielen Wettkämpfen zu bringen, damit sie dort Geld für ihre Familien zu Hause verdienen können.

VR: Kannst du uns sagen wofür die Spendensumme, die durch den Kenya Lions` Run erlaufen wurde, verwendet wird?

[Anmerkung d. Red.: Die endgültige Spendensumme beläuft sich auf 1.300 €.] 

Thomas Kratky: Neben den Laufcamps in Österreich und einem Athletencamp in Kenia, haben wir bereits viele Sozialprojekte umgesetzt. Unter anderem bieten wir Patenschaften für Kinder an und haben Kooperationen mit Schulen vor Ort, durch die die ganze Gemeinde profitieren soll. Für diese Schulprojekte wird die Summe eingesetzt. Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der aktuell um die 2500 Kinder unterstützt. Uns ist es wichtig, dass wir mit den Leuten vor Ort eng zusammenarbeiten, so dass die Hilfe auch wirklich dort ankommt, wo sind am dringendsten gebraucht wird und für die Gemeinde einen echten Mehrwert hat. Egal ob es Schulgeld ist, das wir übernehmen oder ob wir Projekte umsetzen können, bei denen wir den Kindern eine Portion Obst pro Woche ermöglichen. Teil davon zu sein und den Fortschritt zu sehen, macht mir unglaubliche Freude!

VR: Kann man sich eure Projekte auch vor Ort anschauen?

Thomas Kratky: Sicher, das ist möglich und sogar unser Ziel. Wir haben ein voll ausgestattetes Athletencamp vor Ort. Wer Afrika in seiner vollen Pracht und vor allem authentisch erleben will, kann gerne vorbeikommen. Wir freuen uns auch immer, wenn Paten ihre Kinder besuchen und wirklich vor Ort sehen, wie das Geld investiert wird. Wir sind eine Organisation zum Miterleben!

Danke Thomas, für den Einblick in dein Engagement und hinter die Kulissen von run2gether. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns, Teil eurer Projekte sein zu können!

Wenn du Näheres über run2gether erfahren möchtest, wende dich jederzeit gerne an Thomas (thomas.kratky@run2gether.com), oder schau einfach auf der Homepage run2gether vorbei.

Deine VirtualRunners Familie

 

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