5 Tipps des Läufers liebstes Haustier – den Schweinehund - zu vertreiben!

Läufer Schweinehund

57 Prozent der Deutschen teilen ihr Leben mit einem Haustier. Wie hoch der Anteil an Schweinehunden ist, ist leider nicht bekannt. Fest steht: Dieses komische Wesen kann uns Läufer ganz schön nerven. Denn es hindert uns daran, unsere Trainingspläne einzuhalten und damit erfolgreicher zu sein. Wir haben für euch 5 Tipps, wie ihr das bräsige Tier energisch ins Körbchen schicken könnt.

 

1. Die feste Verabredung
Wer sich einen Lauf vornimmt, hat eine Verabredung mit sich selbst. Das ist schon mal prima. Weniger gut allerdings: Es kriegt niemand mit, wenn diese Verabredung platzt. Das kann dazu verleiten, einen Lauf sausen zu lassen. Bindender ist dagegen eine Verabredung mit einem oder mehreren anderen. „Ich kann den ja nicht hängen lassen!“ – dieser Gedanke kann der entscheidende Schubs sein. Wer am liebsten allein oder zu nachtschlafenden Zeiten läuft, zu denen er keine Mitläufer-/innen findet, verabredet sich einfach virtuell. Bei den Virtual Runners findest du immer jemanden, mit dem du dich zum Laufen verabreden kannst. Hinterher berichtet ihr euch einfach, wie’s war. So entsteht eine Verpflichtung, die man nicht so leicht aufkündigt.

 

2. Die rechtzeitige Vorbereitung
Morgenmuffel kennen das Problem: Das Gehirn kommt nur sehr langsam in Gang. Allein die Überlegung, was man anziehen soll, wird zum Riesending. Die regenfeste Jacke ist in der Wäsche und mieft und draußen tröpfelt es – für Schweinehund-Geplagte kann das schon ein Grund sein, gar nicht erst aufzustehen. Dabei lässt sich das Problem leicht lösen: Alle Laufklamotten werden schon am Abend zuvor herausgelegt – von der Socke bis zur Jacke. Und das nach dem Check der Wettervorhersage. Ihr werdet sehen, es ist toll, wenn man morgens nicht denken muss. Im Halbschlaf in die Sachen schlüpfen, langsam lostraben und auf der Strecke allmählich aufwachen, wenn die Sonne hinter den Bäumen aufgeht – so macht der Morgenlauf Spaß.

 

3. Der optische Motivator
Ihr habt bereits eine oder mehrere Medaillen bekommen? Euer heldenhafter Zieleinlauf ist mit einem Foto dokumentiert? In eurem Besitz befindet sich eine schicke Urkunde, auf der eine tolle Altersklassenplatzierung vermerkt ist? Hängt euch die Sachen auf, am besten dorthin, wo ihr sie oft sehen könnt. Wenn immer ihr zweifelt, ob ihr heute wirklich noch laufen gehen wollt, schaut euch euren persönlichen Motivator an. Verknüpft ihn mit dem Gefühl, was ihr damals hattet. Wie glücklich wart ihr im Ziel, wie stolz auf die Medaille! Darum habt ihr trainiert, dafür hat sich alles gelohnt! Wenn ihr dieses Gefühl wieder aktivieren könnt – und das gelingt mit dem Motivator gut – wird es euch leicht fallen, auf die Strecke zu gehen.

 

4. Der innere Sportreporter
Diese Anti-Schweinehund-Waffe hilft besonders dann, wenn ihr bereits auf der Strecke seid und dazu neigt, den geplanten Lauf abzukürzen. Es läuft nicht so toll, das Wetter spielt nicht mit und ihr seid nicht mit dem Herzen dabei. Tun es statt drei Park-Runden heute nicht auch zwei? Jetzt braucht ihr den inneren Sportreporter, eine Stimme, die euren Lauf kommentiert. „Sie hat sich unglaublich gut vorbereitet, läuft akribisch nach ihrem Trainingsplan“ oder „Er wurde ja bekannt durch seinen besonders eleganten Laufstil, jetzt kann man ihn sehr schön sehen. Im letzten Jahr hat er damit alle großen Rennen gewonnen, man darf gespannt sein, was er heute noch drauf hat.“ Der innere Sportreporter sollte eure Tempohärte, euren Stil, eure mentale Robustheit loben. Keine Lobeshymne ist zu übertrieben. Ihr werdet sehen, mit seiner typischen Sportreporter-Penetranz wird euch der imaginäre Mann am Mikro über die dritte Runde tragen.

 

5. Die gekoppelte Belohnung
Überlegt euch etwas besonders Großartiges für die schlimmsten Schweinehund-Momente. Die Sahne auf dem Eisbecher, die ihr euch sonst verkneift. Der Kitschfilm, den ihr schon immer sehen wolltet, ein neues Laufshirt. Eine echte Belohnung, groß genug als Anreiz, aber auch nicht zu extrem. Ihr sollt euch keine Designeruhr kaufen, nur weil ihr euch zu einem Lauf um den Block aufgerafft habt. Tatsächlich können aber auch kleine Belohnungen den letzten Ausschlag geben. Schreibt euch schöne kleine Dinge auf einen Zettel, wenn immer sie euch begegnen. Und wenn es mal mit dem Laufen nicht klappen will, koppelt ihr eines davon an den Lauf. So hat der Schweinehund keine Chance mehr, euch am Laufen zu hindern.

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