Interview mit Autor Frank Lauenroth

Er ist begeisterter Läufer in der VirtualRunners Community, Programmierer und Autor. Frank Lauenroth ist ein Mensch, den man ohne Zweifel als vielseitig bezeichnen kann. Diese Vielseitigkeit zeigt sich auch in seinen Romanen, in denen die großen Marathons der Welt zum Schauplatz von spannenden Thrillern rund um Doping und hitzige Verfolgungsjagden mit der NSA werden.

 

VR: Hauptberuflich bist du Programmierer und Software-Designer, wie kam es dazu, dass du auch Autor geworden bist?

 

Frank: Ich glaube, das Schreiben ist mein Ausgleich. Die Logik, die ich in der IT brauche, brauche ich nicht beim Schreiben meiner Kurzgeschichten oder Bücher. Vielleicht ist das einfach die andere Gehirnhälfte, die auch mal belastet werden will.  

 

VR: Kam die Leidenschaft für das Schreiben dann erst mit dem Beruf, oder hast du schon vorher Texte geschrieben?

 

Frank: Ich habe eigentlich mit 14 schon geschrieben. Damals habe ich viel Science-Fiction gelesen und mich dann selbst daran versucht. Zwischendrin kam das Schreiben zum Erliegen. Letztendlich war die erfolgreiche Teilnahme bei „Deutschland schreibt“, einem Wettbewerb von Books on demand der Grundstein für meine Bücher und der Türöffner für weitere Projekte.

 

VR: In deinem ersten Roman „Boston Run“ möchte dein Protagonist durch eine neue Dopingsubstanz, die sich während des Laufens abbaut, den Boston Marathon gewinnen und die 150.000-Dollar-Siegesprämie abräumen. Allerdings hat er die Rechnung ohne die NSA gemacht. Wie bist du auf diese außergewöhnliche Handlung gekommen?

 

Frank: Ich habe damals die Tour de France verfolgt und hatte da unter anderem den Seriensieger Lance Armstrong gesehen. Irgendwie hatte ich da nicht so richtig den Glauben, dass Training allein so einen Unterschied zu anderen, die auch Radfahren, ausmachen kann. Da dachte ich mir, dass es da längst Doping gibt, das bei Kontrollen nicht gefunden wurde. Diese Idee, dass es ein Dopingmittel gibt, das man nicht nachweisen kann, war dann die Grundidee für den Marathon.

 

VR: Wie bist du dann vom Radsport auf Marathon gekommen?

 

Frank: Marathon habe ich genommen, weil ich die Handlung auf diese zwei Stunden begrenzen wollte, in denen dann super viel passiert! Das gab es so auch noch nicht, dass die ganze Handlung während eines Marathons abläuft. Ursprünglich wollte ich keine Trilogie daraus machen, aber nachdem das Buch so gut angekommen und dann sogar als Hörbuch rausgekommen ist, haben meine Verlegerin und ich uns dazu entschlossen, die Geschichte weiter zu erzählen. So sind dann „New York Run“ und „Chicago Run“ entstanden.

 

VR: Du bist ja auch selbst Läufer. Bist du denn selbst schon einen Marathon gelaufen, vielleicht sogar eine Strecke aus deinen Büchern?

 

Frank: Ich bin 2005 meinen ersten Marathon in Hamburg gelaufen und habe danach gesagt: „Das mache ich nie wieder.“ Die Recherche zu meinen Büchern 2010 und 2012 war für mich dann aber der Anreiz doch nochmal einen Marathon zu laufen. Am liebsten wäre ich natürlich den Marathon in Boston gelaufen, weil dort mein erstes Buch spielt und mein Herzblut daran hängt, aber wegen der speziellen Auswahlverfahren und extrem limitierten Startplätzen für Nicht-Amerikaner, habe ich mich dann dazu entschlossen den Marathon in New York zu laufen. Das war 2018 auch ein großartiges Erlebnis, das sich absolut gelohnt hat und auch wirklich empfehlenswert ist!

 

VR: Wie bist du denn überhaupt zum Laufen gekommen?

 

Frank: Bis ich 14 war, hatte ich in Sport immer eine 3 und wurde wegen meiner Unsportlichkeit regelmäßig beim Fußball ins Tor gewählt. Das hat mich so genervt, dass ich von allein mit dem Joggen angefangen habe. Dadurch haben sich meine Kondition und Koordination stark verbessert und somit hat sich auch automatisch meine Leistung beim Fußball gesteigert.

Über die Jahre habe ich dann immer viel Sport getrieben, egal ob Tennis, Fußball, Basketball oder Leichtathletik. Letzten Endes bin ich aber immer wieder zum Laufen zurückgekommen.

 

VR: So hat dich dein Weg auch irgendwann zu VirtualRunners geführt, oder?

 

Frank: Ja, ich muss sagen ihr macht da wirklich viel richtig. Ich habe damals beim Hollywoodrun mitgemacht, die Medaille hat bei mir auch einen Ehrenplatz. Es ist wirklich schön, dass man frei darin ist, an welchem Lauf man teilnehmen will und welche Distanz man laufen möchte. Die Medaillen und T-Shirts sind dann natürlich nochmal ein extra Anreiz. Beim Guinness-Record Run werde ich auch auf jeden Fall teilnehmen und sonst schaue ich mal, welche weiteren Läufe mir inhaltlich noch so gefallen.

 

VR: Deine Marathon-Thriller Trilogie hast du beendet, schweben dir schon neue Ideen im Kopf?

 

Frank: Im Hinterkopf habe ich schon die nächsten 5 Bücher. Mit einigen habe ich schon angefangen, aber da fehlt noch die Initialzündung. Aber irgendwann kommt dann die Muse und der Flow beim Schreiben. Mein nächster Roman ist dann erst einmal ein Science-Fiction.

 

VR: Klingt, als würde der Ideenstrom bei dir nicht so schnell versiegen! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast mit uns über deine Bücher zu sprechen und uns einen Einblick in die Hintergründe des Entstehungsprozesses gegeben hast!

Deine VirtualRunners Familie

 

 

Wenn du mehr über Franks Bücher oder seine Erfahrungen beim New York Marathon erfahren möchtest, schau gerne auf der Homepage (http://www.franklauenroth.de/fl/roman/menu.htm) oder dem Blog (https://exophyt.wordpress.com/2018/11/29/i-did-it/) vorbei!

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Bild 1 und 2: Frank Lauenroth

 

 

 

 

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