Gemeinsam etwas bewegen: Ein Interview mit Andrea Max zum Rennsteiglauf und unserem Weltrekord!

Im Juli haben wir in unserem Interview mit Roland Jahn bereits den Rennsteiglauf näher kennenlernen dürfen. Der Kultlauf des ehemaligen Ostens mit Zieleinlauf in Schmiedefeld ist ein Magnet für bis zu 16000 Läuferinnen und Läufer. Auch für Andrea Max (57) ist der Rennsteiglauf jedes Jahr ein Highlight. Dieses Jahr kommt noch ein weiteres Highlight hinzu- unser Weltrekord-Lauf am 19.09.  

VR: Andrea, du bist begeisterte Läuferin- wie bist du dazu gekommen?  

Andrea Max: In der vierten Klasse habe ich das Laufen über einen Schulkurs für mich entdeckt. Das hat sich dann so weit entwickelt, dass ich später, also nach der Schule auch Mittel- und Langstrecken gelaufen bin. Das habe ich bis zum Ende der Lehre gemacht, dann kamen der Beruf, Familiengründung und Hausbau in mein Leben und ich hatte einfach nichtmehr regelmäßig Zeit für mein Training- so kam es dann, dass ich 20 Jahre nichts mehr gemacht habe.  

VR: Und trotzdem bist du irgendwie zur Rennsteigläuferin geworden- wie kam es dazu?  

Andrea Max: Über Roland habe ich wieder zum Laufen gefundenMein Mann war mit Roland in der Armee und hat mir immer wieder den Rennsteig schmackhaft gemacht. Jedes Mal, wenn wir uns gesehen haben, hat Roland davon erzählt, bestimmt schon mit dem Hintergedanken uns zu motivieren. Das ist so seine Art, alle mitzureißen. Bis ich dann irgendwann gesagt hab: „Gut, dann melde mich an!“  

VR: Wie sah deine Vorbereitung dann aus?  

Andrea Max: Ich habe wirklich wieder bei 0 angefangen und mich Schritt für Schritt immer weiter gesteigert mit der Laufstrecke. Erstmal bin ich für mich allein gelaufen, dann einige Male mit Roland- der hat mich dann auch ein bisschen gecoacht. Ich bin sonst einfach immer so viele Kilometer gelaufen, wie ich konnte.   

VR: Was hat dein Umfeld zu deinem Vorhaben gesagt?  

Andrea Max: Alle haben mich gefragt, ob ich verrückt bin, weil ich gleich einen Halbmarathon laufen wollte! Ich soll doch erstmal eine kürzere Strecke laufen, aber ich habe immer gesagt, wenn, dann gebe ich gleich alles- und es war ein super Erlebnis mit einer coolen Truppe.  

VR: Wie oft bist du den Rennsteig insgesamt mitgelaufen?  

Andrea Max: Auf jeden Fall schon über 10-mal, das ist für uns alle das Highlight des Jahres.  

Ich bin immer Halbmarathon gelaufen und dann sogar den Marathon- auch in der Gruppe. Mein Mann hat dann auch mit dem Laufen angefangen. Im ersten Jahr war er noch Betreuer und im nächsten Jahr hat er sich dazu entschieden auch selbst den Rennsteig mitzulaufen.   

VR: Was ist für dich das Besondere am Rennsteig, oder der Anreiz?   

Andrea Max: Für mich ist das Schöne, dass man da nie allein läuft, sondern immer mit irgendwelchen Läufern und Sportlern zusammen. Man ist quasi immer in einer Gruppe unterwegs und kann sich gegenseitig motivieren. Bei den kleinen Läufen, bei denen es nicht so viele Teilnehmer gibt, ist man viel allein, ich mag es aber mehr in der Masse mitzulaufen. Deshalb freue ich mich auch schon immer auf Sonntag, wenn wir uns um 09.30 Uhr mit unserer Sportgruppe „Nix tun kann jeder“, in die wir über Roland gekommen sind, treffen und gemeinsam laufen gehen. Je nachdem, wie jeder gerade drauf ist, teilen wir uns in Gruppen auf und laufen los. Das ist immer ein schönes Erlebnis.  

VR: Ist das auch ein Grund, warum du am Weltrekord-Lauf teilnimmst?  

Andrea Max: Das ist tatsächlich mein erster virtueller Lauf und auch da hat Roland wieder seine Finger im Spiel. Er hat mir und den anderen Sonntagsläufern davon erzählt und da war für mich gleich klar, dass wir da teilnehmen werden. Für mich ist das eine super Idee, weil man nicht, wie sonst bei Wettkämpfen gegeneinander, sondern miteinander läuft. Das finde ich super. Wir werden im Rahmen unserer Laufgruppe mitmachen und gemeinsam den Weltrekord erlaufen. Es ist einfach schön gemeinsam etwas zu bewegen! 

 

Das ist eine schöne Botschaft! Gemeinsam können wir viel mehr bewegen als allein! Vielen Dank Andrea, für deine Zeit und viel Erfolg für den Weltrekord-Lauf und alle weiteren sportlichen Herausforderungen.  

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