Interview mit unserer Laufbotschafterin Tanja Sacherow: „Man muss nicht immer Bestzeiten laufen, oft muss man einfach mal machen!“

Weder eine 50-Stunden-Woche als Betriebsleiterin in einem Maschinenbauunternehmen noch zwei jüngere Kinder und eine Patchworkfamilie, oder ein großer Freundes- und Bekanntenkreis halten die 39-jährige Tanja Sacherow davon ab, sich regelmäßig zahlreichen Läufen und Challenges von VirtualRunners zu stellen. Wie unsere Laufbotschafterin nicht nur sich selbst, sondern ihr ganzes Umfeld motiviert, lest ihr hier!

 

VR: Tanja, wir beginnen mal von vorne: Wie bist du zum Laufen gekommen?

Tanja Sacherow: Nach dem Tod meiner Mutter war ich sehr traurig und sowohl in meinem privaten als auch beruflichen Umfeld war alles im Umbruch. Zum Laufen bin ich dann über eine Arbeitskollegin gekommen, die uns für einen Lauf angemeldet hat, weil sie beschlossen hat, dass wir das jetzt einfach machen. Irgendwie habe ich dann Spaß am Laufen gefunden und bin auch danach noch im Training geblieben.

VR: Läufst du meistens in Gesellschaft oder allein?

Tanja Sacherow: Ich habe auch meinen Bekanntenkreis, Freunde, Kollegen und meine Familie involviert. Wir haben sogar ein internes Ranking. Mit meiner Schwester laufe ich seit mittlerweile 6 Jahren regelmäßig, sogar im Urlaub sind die Laufschuhe dabei, um die Gegenden zu erkunden. Sie läuft eher als Entspannung. Wir lieben es aber beide, die Zeit gemeinsam zu verbringen. Ich möchte mich allerdings auch immer ein bisschen verbessern und liebe Wettkämpfe.

VR: Na und da kommen wir ins Spiel! Wie bist du dann auf VirtualRunners gestoßen?

Tanja Sacherow: VirtualRunners war zuerst nur „just for fun“, um mal zu schauen, wo man mit seiner Leistung im Ranking auch deutschlandweit landet. Ich habe damals im Internet eine Anzeige für den Magical Hawaii Marathon 2020 gesehen und mir gedacht: „Das klingt schön, Hawaii klingt auch gut, warum also nicht?“ Danach kamen die schöne Medaille und das tolle Shirt in dem super Design und ab da wollte ich dabeibleiben.

VR: Woher nimmst du diese starke Motivation dich immer verbessern zu wollen?

Tanja Sacherow: Zum einen, weil es mir unglaublichen Spaß macht. Ein weiterer Punkt war, dass zu einem gewissen Zeitpunkt viele neue Mitarbeiter in die Firma gekommen sind, die mir weggelaufen sind. Das fand ich nicht so toll, weil ich natürlich mithalten wollte. Also habe ich mich dahintergeklemmt und wollte beweisen, dass die „alte Frau“ mithalten kann.

VR: Du bist ja richtig gut im Training- laufen sie denn jetzt noch mit dir?

Tanja Sacherow: Den meisten bin ich mittlerweile tatsächlich zu schnell. Ein Kollege läuft eigentlich noch mit, aber der ist jetzt gerade nicht im Training. Letztes Jahr haben wir viel gemeinsam trainiert, weil wir auf jeden Fall einen Marathon laufen wollten. Am Ende haben sich meine Schwester und er die Strecke dann geteilt, um gemeinsam mit mir durchzuziehen. Jetzt hat ihn der Ehrgeiz gepackt und er will es nochmal versuchen, um diesmal auch komplett durchzuziehen. 

VR: Eins kommt deutlich heraus: Du motivierst nicht nur dich, sondern auch andere, oder?

Tanja Sacherow: Ich dachte eigentlich immer, dass Laufen ein Einzelsport ist, oder maximal für noch einen Laufpartner. Durch Corona, was einen ja immer weiter voneinander entfernt hat, habe ich aber bemerkt, dass man sich durch das Laufen auch virtuell nahe sein kann. Ich bin zwar kein Profiläufer, kann aber immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Warum also keine lokale Laufgruppe ins Leben rufen- mein Bekanntenkreis sagt sowieso schon immer, dass ich ein guter Motivator bin. 

VR: Unterstützt dich deine Familie in dem was du tust?

Tanja Sacherow: Selbst, wenn sie nicht selbst mitlaufen, habe ich immer die volle Unterstützung von meinem Partner und meiner Familie. Mein Mann kümmert sich um die Kinder, was mir neben der Arbeit die Zeit zum Trainieren gibt, die Jungs laufen aber ab und zu auch mit. Der Kleine dann im Hänger und der Große am Rad. Der Große läuft aber auch schon seine eigenen Challenges. Den Familienrun sind wir auch schon zusammen gelaufen. Beim nächsten Mal sind dann über Schwester, Opa, Cousinen, Vettern und die Hunde alle mit dabei. Da gibt es dann ein Riesen-Familienbild.

VR: Was macht Laufen für dich besonders?

Tanja Sacherow: Ich kann eine innere Befriedigung daraus ziehen, meinen Gedanken nachhängen und abschalten. Gerade wenn in der Arbeit Prozesse an dem Tag nicht abgeschlossen worden sind, hat man Zeit mal einen anderen Blickwinkel darauf zu werfen, oder auch zu reflektieren, ob man sich in gewissen Situationen mit den Kindern richtig verhalten hat. Manchmal lasse ich mich auch von der Musik treiben oder genieße die Zeit mit meinen Laufpartnern.

VR: Hast du ein persönliches Ziel oder einen Traum?

Tanja Sacherow: Eigentlich würde ich gerne mal einen Triathlon absolvieren, aber das Problem ist das Schwimmen, da komme ich nicht so wirklich zum Training, obwohl ich sogar einen Bekannten habe, der mich trainieren würde, aber das ist noch Zukunftsmusik. Ein Ziel, dass ich wirklich verfolge, ist ein Marathon in 3h30min zu schaffen. Ich habe mal gelesen, dass das nur wenige Frauen schaffen, daher ist das mein Antrieb!

VR: Was würdest du anderen raten, die sich noch nicht so richtig motivieren können?

Tanja Sacherow: Ich habe auch lange gedacht, dass Laufen nichts für mich ist. Wäre ich nicht ins kalte Wasser geworfen worden durch die Anmeldung, hätte ich auch gesagt: Das ist nix für mich. Man muss sich erstmal darauf einlassen und probieren. Es ist natürlich schwierig, wenn der innere Schweinehund was anderes sagt und je älter man wird, desto mehr Scheuklappen hat man, weil man denkt man weiß was man mag oder nicht. Oft muss man das ablegen und einfach mal machen. 

VR: Vielen Dank Tanja, für deine Zeit und deine motivierenden Worte! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Läufen und sind uns sicher, dass du dein Ziel erreichen wirst!

 

27. bis 29.08.21 - Nashville Legends Run

Die Legende ruft: Nashville Tennessee ist pures Blues und Country-Feeling. Mit diesem Lauf feiern wir die Stadt der Jam-Sessions und die Musikhelden, wie Elvis Presley, Taylor Swift, Dolly Parton, Kelly Clarkson, Miley Cyrus und viele mehr. Erlaufe Dir diese strahlend schöne Medaille für Deine Medaillensammlung.

Bilder 1-4: Tanja Sacherow
Bild 5: Bruno Nascimento via unsplash

3 Kommentare

  • Ein super schönes und sehr motivierendes Interview. Vielen Dank dafür

    Hannes
  • Es ist ein sehr interessantes Interview gewesen. Vielen Dank für die Motivation.
    Es geht mir auch so, dass ich stress abbauen und Gedanken freien Lauf lassen kann. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Silke Steinberg
  • Tolles Interview,

    Juergen

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