Interview mit Thomas Pfister vom Schwäbischen Albverein e.V.

Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ trifft selten so passend zu, wie bei einer Wanderung durch die Natur. Während man sich körperlich betätigt, kann man dabei die Landschaft genießen und richtig abschalten. Für uns ist das Grund genug, gemeinsam mit einem starken Partner ein besonderes Wanderevent für dich auf die Beine zu stellen. Im Rahmen unserer 24 Stunden-Wanderung über den Albsteig, haben wir mit Thomas Pfister vom Schwäbischen Albverein e.V. gesprochen und einige Wandertipps für dich zusammengetragen!

 

 

VR: Du bist Familienvater, hauptberuflich Sachbearbeiter bei einem Energieversorger und ehrenamtlich als zertifizierter Wanderführer beim Schwäbischen Albverein e.V. tätig. Wie kam es dazu?

 

Thomas: Zum Wandern an sich bin ich schon als Kind durch meine Eltern gekommen. Mein Vater ist Gründungsvorstand der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins e.V. in Villingendorf und da ist man als Kind natürlich immer mit involviert. Die Ausbildung zum zertifizierten Wanderführer habe ich dann gemacht, weil wir in der Ortsgruppe ein gewisses Niveau und einen hohen Qualitätsstandard bieten wollten.

 

 

VR: Wie kann man sich euer Angebot vorstellen und wo kann man euch finden?

 

Thomas: Wir stellen als Ortsgruppe jedes Jahr ein Wanderprogramm zusammen, das auf unserer Internetseite und der Tagespresse publiziert wird. Wir geben auch immer eine Empfehlung zu den Schwierigkeitsstufen, sodass sich jeder ausreichend informieren und mitwandern kann und wir begleiten die Gruppen dann auf der Tour.

 

VR: Was passiert alles im Hintergrund, bevor ihr ein neues Wanderprogramm anbietet?

 

Thomas: Wir beginnen mit einer Idee und fragen uns, was wir anbieten könnten. Dann folgt eine ausführliche Recherche im Internet oder in Wanderführern und Büchern und das wichtigste ist natürlich, dass man die Wanderung vorher abläuft. Ich würde keine Wanderung mit einer Gruppe machen, die ich nicht vorher selbst abgelaufen bin. Jede Wanderung wird penibel vorbereitet.

 

 

VR: Macht es für dich einen Unterschied privat zu wandern oder eine Gruppe zu leiten?

 

Thomas: Wenn ich eine Gruppe führe, dann ist man immer mit neuen Menschen unterwegs, die auch unterschiedliche Voraussetzungen haben. Man muss sich jedes Mal individuell darauf einlassen und weiß vorher nie so genau was auf einen zukommt. Mit meiner Familie oder meinem Kameraden weiß ich natürlich was wir können und was machbar ist. Da sind die Vorbereitungen auch ganz anders, weil die Schwerpunkte unterschiedliche sind.

 

VR: Wem kannst du wandern empfehlen?

 

Thomas: Natürlich sollte jeder seine Aktivitäten vorher mit einem Arzt absprechen, aber eigentlich ist wandern für jeden zu empfehlen. Man ist in der Natur, es bringt den Stoffwechsel nachhaltig in Gang und ist nachweislich sehr aufbauend für das Herz. Wandern hat nicht nur direkt danach, sondern auch Wochen später noch positive Nachwirkungen auf den Körper. Grundsätzlich ist eine Wanderung nichts anderes als ein geplanter Spaziergang. Ein Spaziergang passiert spontan, wenn es sich aber um eine geplante Angelegenheit handelt, ist es eine Wanderung, also je nach Schwierigkeitsgrad für jeden machbar!

 

VR: Was braucht man deiner Meinung nach, um optimal ausgerüstet zu sein?

 

Thomas: Zu einer guten Ausrüstung gehören auf jeden Fall gutes Schuhwerk, Funktionswäsche, egal von welcher Marke, eine Regenjacke und ein guter Rucksack. Am Rucksack sollte man nicht sparen und auf hochwertige Qualität setzen, weil es sonst zu Rückenproblemen kommen kann. Der Rucksack sollte immer eine Handbreit von der Schulter entfernt sein, da das Gewicht nicht auf den Schultern, sondern über den Gurt auf der Hüfte getragen wird. So merkt man das Gewicht nicht und entlastet den Rücken.  Schwerere Sachen sollten näher an den Körper gepackt werden, damit man nicht in Rückenlage verfällt, das richtige Tragen des Rucksacks ist wirklich Übungssache.

 

VR: Gehst du ab und zu auch Laufen, oder fokussierst du dich auf Wanderungen?

 

Thomas: Normalerweise bin ich die insgesamt 16 km Arbeitsweg pro Tag gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren. Als ich dann im März 2020 ins Home-Office gekommen bin, habe ich eine Woche gar nichts getan. Um das zu ändern habe ich mit dem Laufen angefangen und dadurch auch meine Ausdauer verbessert. Ausdauer hatte ich durch das Wandern zwar schon immer, aber beim Laufen wird nochmal eine ganz andere Muskelgruppe aktiviert. So bin ich auch auf VirtualRunners gestoßen. Ich wollte mich hobbymäßig mit anderen messen, bin aber auch nicht der Läufer, der anderen gerne hinterherläuft oder vorausrennt. Entweder verausgabe ich mich dann oder neige dazu mich dem Schwächsten anzupassen. Das kommt vermutlich durch meine Tätigkeit als Wanderführer.

 

VR: Wie kam es dann zur Idee der 24 Stunden-Wanderung über den Albsteig?

 

Thomas: VirtualRunners war für mich eine Anlaufstelle für virtuelle Laufveranstaltungen und da Corona bedingt keine Wanderungen möglich waren, kam die Idee mit der virtuellen Wanderung zustande. Jeder der sich anmeldet, bekommt eine Datei, die den Streckenverlauf zeigt und kann sich entscheiden, ob er an dem Wochenende (25./26.06.) die wirkliche Strecke läuft, oder virtuell mitmacht. Ich werde am Freitag auf jeden Fall auf der Strecke sein, vielleicht begegnet man ja einigen Teilnehmern sogar zufällig unterwegs.

 

 

VR: Hast du denn noch Tipps für die Wanderung?

 

Thomas: Einfach schauen, dass man an dem Tag fit ist und während der Wanderung die Füße trocken halten. Kompressionsstrümpfe, wie Läufer sie auch tragen, können auch helfen. Außerdem würde ich empfehlen am nächsten Tag langsam zu machen und keine Tanzveranstaltungen einzuplanen.

 

VR: Vielen Dank, Thomas, für deine Tipps und deine Zeit! Wir wünschen dir viel Erfolg bei der 24-Stunden-Wanderung und weiterhin viel Erfolg für deine Wandertouren und Läufe!

 

 Deine VirtualRunners Familie

 

Wandern, Hiking & Walking

19./20.06.21 - Mystic Forest Hiking Challenge mit Manuel Andrack

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Bild 1 : Juliane Liebermann via unsplash

Bilder 2 - 4: Thomas Pfister

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